Ausbringungstechniken von Desinfektionmitteln

 

Ausbringungstechniken von Des­in­fek­tions­mit­teln

Der überwiegende Teil handelsüblicher Des­in­fek­tions­mit­tel wird flüssig aus­ge­bracht, allerdings gibt es auch Des­in­fek­tions­mit­tel, die als Gas oder in fes­ter Form angewendet werden.

Allgemein gilt, dass die Ausbringung mit geringem Druck und breitem Sprüh­ke­gel erfolgen muss. Wichtig ist hier­bei wieder die gleichmäßige Aus­bring­ung des Desinfektionsmittels mit we­nig­stens 0,4 l Gebrauchslösung pro m² Stallfläche und den ent­spre­chen­den Multiplikationsfaktoren bei Ställen mit Einrichtung.

Generell unterscheidet man zwei ver­schie­de­ne

 

Ausbringungsverfahren:
1. Sprühdesinfektion
   (Tröpfchengröße > 10 µm)      
    • dazu zählt die Desinfektion mit­tels
       Rückenspritze, Des­in­fek­tions­sprit­ze,
       Hochdruckreiniger, Schaum
       
2. Aerosoldesinfektion
   (Tröpf­chen­grö­ße < 10 µm)      
    • dazu zählt die Ver­ne­be­lungs­tech­nik
       1. Rückenspritze

Vorteil: kleine Flächen wie z.B. Ver­la­de­ram­pen können schnell und ohne gro­ßen Aufwand desinfiziert werden

Nachteile: Durch den verhältnismäßig klei­nen Vorratsbehälter, mit 10 l Des­in­fek­tions­lö­sung können nur 25 m² Flä­che desinfiziert werden, durch die schnel­le und leichte Handhabung wird häu­fig unzureichend desinfiziert

 

2. Vernebelungstechnik
(z.B. For­ma­lin-Begasung)

Vorteil: der Einsatz von Formalin ist güns­tig und deckt ein breites Er­re­ger­spek­trum ab

Nachteil: hohe Arbeitsschutzauflagen, da gefährlich für den Anwender


3. Hochdruckreiniger

Vorteile: bei der Anmischung der Ge­brauchs­lö­sung in einem Vor­rats­be­häl­ter ist gewährleistet, dass die richtige Des­in­fek­tions­mit­tel­kon­zen­tra­tion ein­ge­setzt wird. Die Ausbringung sollte mit einem maximalen Druck von 5 bar und einer reduzierten Förderleistung er­fol­gen. Dabei wird die Gefahr der Ver­ne­be­lung und damit der Ge­fähr­dung des Anwenders verringert.

Nachteile: die Geräte mit Selbst­zu­misch­ein­rich­tung: können nicht die Vis­ko­si­tät der Desinfektionsmittel be­rück­sich­ti­gen und deswegen keine exakte Ge­brauchs­lö­sung dosieren.


4. Spezielle Desinfektionsspritzen

Vorteil: können an Wasserschläuche an­ge­schlos­sen werden und dosieren die geeigneten Desinfektionsmittel ge­nau zu (z.B. VETEC-Des­in­fek­tions­sprit­ze der Menno Chemie GmbH).


5. Schaumdüsen

Vorteil: eine Kontrolle der besprühten Flä­che ist durch den Schaumteppich mög­lich. Nur für geeignete Des­in­fek­tions­mit­tel verwendbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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